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FAQ’s

Kann das Claydon-Direktsaatsystem auf Äckern mit Schadverdichtung eingesetzt werden?

Ja. Einer der Hauptvorteile des Claydon-Systems ist in der Tat, dass es Bodenverdichtung stark verringert. Herkömmliche Mulchsaat- und pflugbasierte Systeme schaffen ein loses Saatbett, welches durch nachfolgendes Befahren oder Tiefenlockerung wesentlich stärker zur Verdichtung neigt und Verkrustungen im Unterboden verursacht.

Bei dem Claydon-System bleibt die natürliche Bodenstruktur in dem unbearbeiteten Bereich zwischen den Reihen erhalten. Diese stabilen Flanken tragen Ihre Maschinen das ganze Jahr über, so dass das Spritzen, Düngerstreuen oder Strohpressen kein Problem darstellt. Bei der Umstellung von einem konventionellen System auf Direktsaat verdoppelt sich die Regenwurmpopulation im ersten Jahr. Die Regenwürmer nehmen Ihnen viel Arbeit ab, denn sie bearbeiten den Boden für Sie und sorgen für eine Krümelstruktur. Der Frontzinken der Drillmaschine arbeitet bis 18 cm tief ein und lockert sämtliche Verdichtungen. Dabei entsteht eine Drainage-Rinne und sorgt für ideale Wachstumsumgebung.

 

Wir müssen pflügen, weil wir Probleme mit Ackerfuchsschwanz haben. Wie regulieren Sie das Unkraut?

Die Philosophie von Claydon ist es, die Unkrautsamen dort zu lassen, wo sie gut zu bekämpfen sind - an der Oberfläche. Beim Pflügen werden die Unkrautsamen nicht vernichtet, da sie mehrere Jahre lang keimfähig bleiben, sondern lediglich in verschiedenen Tiefen in den Boden eingearbeitet. Folglich ist der gesamte Oberboden mit Unkrautsamen verunreinigt, die über die gesamte Vegetationsperiode hinweg zu unterschiedlichsten Zeiten auflaufen.

Der Claydon-Strohstriegel, der vor drei Jahren auf den Markt kam, dient der Unkrautbekämpfung im abgesetzten Saatbett. Dabei werden eine Arbeitsgeschwindigkeit von 25 km/h und eine entsprechend hohe Flächenleistung erreicht. Durch die sehr flache Bearbeitung des Striegels bleibt die Bodenfeuchtigkeit größtenteils erhalten. In den obersten 2 cm des Bodens entsteht eine Mikrogare, die Unkrautsamen und Ausfallgetreide zum Keimen anregt. In einer Saison kann mehrmals mit dem Strohstriegel bearbeitet werden. Der Striegeleinsatz ist unglaublich kostengünstig. Die Kosten für Verschleißteile betragen lediglich 0,45 €/ha.

 

Funktioniert die Claydon-Drillmaschine auch auf unseren Böden und bei unserem Klima?

Ja, mittlerweile wurden mehrere hundert Maschine in ganz Europa an Betriebe mit unterschiedlichsten Bodentypen und Klimabedingungen verkauft und erzielte bei unseren Kunden sowohl auf leichten, als auch auf schweren und steinigen Böden ähnlich gute Ergebnisse bei stark reduzierten Kosten. Wir würden uns freuen, Sie mit Landwirten, die unter ähnlichen Bedingungen wie Sie arbeiten, bekanntzumachen. Dann können Sie sich vor Ort von der Arbeit unserer Maschine überzeugen.

 

Wir sind ein Mischbetrieb und bauen daher Silomais an und bringen Gülle aus. Funktioniert die Drillmaschine auch bei uns?

Ja, die Gülleausbringung stellt kein Problem für das Claydon-System dar. Allerdings ist dafür ein separater Arbeitsgang notwendig. Idealerweise wird die Gülle mit einem Gülle-Injektor oder -grubber direkt in den Boden eingearbeitet. Die Ausbringrichtung sollte in einem gewissen Winkel zur späteren Drillrichtung erfolgen. Auch die Ausbringung mit Schleppschlauch oder anderen Verteilsystemen ist unproblematisch, erfordert jedoch einen separaten Arbeitsgang zur Einarbeitung. Diese sollte sehr flach mit dem Grubber oder Scheibenegge in einem Winkel zur Drillrichtung erfolgen.

Der beste Platz für organische Dünger ist die oberste Bodenschicht, wo die hohen Temperaturen und gute Durchlüftung ideale Bedingungen für eine schnelle Zersetzung des organischen Materials durch Mikroben schaffen. Die dabei freigesetzten Nährstoffe, vor allem N und P, werden von den Pflanzen aufgenommen.

Die Claydon-Drillmaschine sorgt auch in bei in Maisstoppel gedrilltem Getreide für kräftige Bestände, vorausgesetzt die Vorfrucht wurde unter guten Bedingungen geerntet und das Feld relativ eben hinterlassen. Sind tiefe Reifenspuren vorhanden, muss der Boden mit leichtem Gerät (Grubber oder Scheibenegge) eingeebnet und falls erforderlich vor der Aussaat mit einer Walze rückverfestigt werden. Ferner empfiehlt es sich, den Fusariumbefall im Auge zu behalten und bei Bedarf ein wirkungsvolles Fungizidprogramm nach Mais durchzuführen. Mit der Claydon-Drillmaschine ist auch die Aussaat von Silomais problemlos möglich.

 

Müssen wir mit geringeren Erträgen rechnen?

Überhaupt nicht. Sofern sich Ihre Böden in einem zufriedenstellenden Zustand befinden, können Sie mit dem Claydon-System bereits ab dem ersten Jahr mindestens die gleichen, wenn nicht sogar höhere Erträge als zuvor erzielen. Der Mythos, dass bei Umstellung auf Direktsaat die Erträge in den ersten Jahren geringer sind trifft nur auf Scheibendrillmaschinen zu, weil sie das Saatgut in einem verdichteten Schlitz ablegen. Außerdem hängt der Ertrag stark von der Menge organischer Substanz im Boden ab, die sich erst über die Jahre aufbaut. Die Claydon-Drillmaschine arbeitet mit der patentierten Zwei-Zinken-Technik, bei der Verdichtungen aufgelockert, Drainagen erzeugt und eine sehr tiefe und komplexe Durchwurzelung begünstigt werden.

Durch den Verzicht auf die primäre Bodenbearbeitung, kann der Landwirt mit dem Claydon-System nur die besten Tage für die Aussaat nutzen und das Saatgut stets in ein warmes, feuchtes Saatbett drillen. Das sorgt für eine rasche Keimung und Bestockung sowie ein kraftvolles Wachstum.

Auf der Claydon Farm liegen die Weizenerträge durchschnittlich bei über 10 t/ha. Bei Winterraps erzielen wir im Schnitt 4 bis 5 t/ha. Kürzlich durchgeführte Versuche der Saaten Union in Großbritannien mit 17 verschiedenen Winterweizensorten zeigten einen Mehrertrag von 26 % des Claydonsystems gegenüber der gepflügten Variante.